Adolf Frohner, Zwei Flächen und ein Durchblick, 1963 © Galerie Konzett. Photo: Erich Tarmann, Sammlung Ph. Konzett Wien
"Kunst ist überall"

Adolf Frohner.Das plastische Werk.Gesellschaft mit beschränkter Schönheit.

21/10/2012 - 17/03/2013

Das bekannte malerische Oeuvre Adolf Frohners wird von oft unbekannten  plastischen Werken begleitet. Dominierend wirkte das Plastische in den ersten Schaffensjahren:  Experimente mit Materialien wie Eisen, Schrott, Metallen   und der brüchigen Ästhetik von Matratzen und Seegras führten Frohner 1962 zum Aktionismus und positionieren sein Werk international am Puls der Zeit. Seine Raumskulpturen, Gerümpelplastiken und Materialobjekte eröffnen die  sinnliche Qualität des Materials und rufen eine Umdeutung konventioneller Wahrnehmung hervor.  „Kunst ist überall“,   definierte Frohner sein bildnerisches Credo und schuf damit den Ausgangspunkt für jene Beziehung zum Realen, die auch sein weiteres Werk bestimmte.

Die Schönheit des Hässlichen, der Mythos des Weiblichen und die Ironie des Alltäglichen bildeten seit den siebziger Jahren die Themenkreise seiner Arbeit. Das Wie bedeutete dabei primär die Möglichkeit eine Idee um zu setzten.  Immer wieder erprobte Frohner neue Aspekte der dreidimensionalen Form, griff auf seine Erfahrungen mit den Objekten zurück und fand innovative Ansätze in seinem plastischen Gestalten.

Die Ausstellung „Kunst ist überall“ spürt diesem Prozess nach und zeigt anlässlich des fünf jährigen Bestehens des Forum Frohner erstmals einen Überblick über das plastische Schaffen Frohners von den  Anfängen bis in die letzte Werkperiode.


Kurator(inn)en: Dieter Ronte, Elisabeth Voggeneder