Ohne die Rose tun wir es nicht - © VBK, Wien 2008, Sammlung Philipp Konzett
Joseph Beuys – die Multiples

Ein Vehikel irgendwo

28. September 2008 bis 01. März 2009

Adolf Frohner und Joseph Beuys haben Ende der 1970er-Jahre an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien zusammengearbeitet. Gemeinsam teilen sie den Gedanken, dass Kunst nicht Selbstzweck ist, sondern Mittel zur Kommunikation, ein Vehikel, irgendwo verortet, um über die Welt am Beispiel der Kunst zu diskutieren. Der Schamane Beuys gestaltete unendlich viele Multiples, die als 'ars multiplicata' die Gedanken des Künstlers verbreiteten. Er wollte mit seiner Kunst einen möglichst großen Kreis von Menschen erreichen. Mit seinen Multiples führte Beuys einen eigenartigen Dialog. Es ging im nicht um die Schönheit des Blattes, diese Suche hatte er sehr schnell aufgegeben. Ziel war immer die Vermittlung seines Weltbilds, das Beuys zunächst aus der Zeichnung heraus entwickelte.

Eine Beuys-Ausstellung im Forum war immer Adolf Frohners großer Traum. Mit den Multiples aus dem Kunstmuseum Bonn wird der politische Beuys gezeigt, so wie Frohner ihn verstanden hat. Kunst und Politik, ein zentrales Anliegen des Künstlers stehen im Mittelpunkt. Die Ausstellung ist eine Recherche über die Aktualität der Beuys'schen Aussagen und die Präsenz seiner Multiples von damals für den heutigen Besucher.