Elmar Trenkwalder.Ornament und Obsession

15. Juli 2012 bis 14. Oktober 2012

Elmar Trenkwalders (* 1959) künstlerisches Schaffen als Zeichner und Bildhauer weist verschiedenartige Bezüge zu vergangenen Epochen und Stilen sowie unterschiedlichen Kulturen auf. Seine monumentalen Keramikskulpturen erinnern in ihrer Struktur etwa an prunkvolle Barock- und Rokokoarchitekturen wie auch an indische Tempelkonstruktionen. Bei der Nahsicht erweisen sich die von Ornamenten überbordenden Formationen, die sich durchaus Aspekten der Wirklichkeit bedienen, jedoch nicht als „Heiligenschreine“, sondern als utopische Bilderkosmen, deren Gestalten aus einer Welt des Unterbewussten und Traumhaften zu stammen scheinen. mehr

Francis Picabia.Retrospektive

15. Juli 2012 bis 04. November 2012

Francis Picabia gehört aufgrund seiner Lebensdaten (1879–1953) noch der klassischen Moderne und insbesondere der Avantgarde um Dada und Marcel Duchamp an. Die Kunstgeschichte und die Kunstkritik hatte jedoch lange Zeit mit der Ein- bzw. Zuordnung Picabias ihre liebe Not. Seine Respektlosigkeit gegenüber strengen Überzeugungen hinsichtlich künstlerischer Ideologien ließ ihn immer wieder in Opposition zur jeweiligen Dominanz des Zeitgeistes treten, nicht zuletzt um sich jeglicher Vereinnahmung zu entziehen. Picabia gilt als großer Erneuerer, Provokateur, Anreger, Lebemann, Querdenker und Grenzgänger der Moderne, der sich als Maler und Poet in die Kunstgeschichte eingeschrieben hat. Kaum ein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts weist derart gegensätzliche Facetten und Stilrichtungen in seinem Oeuvre auf. mehr

Anna Jermolaewa

18. November 2012 bis 02. Februar 2013

Die in Wien lebende Künstlerin Anna Jermolaewa (* 1970) analysiert stereotype Rollenbilder in regulativen Hierarchien und totalitären Machtapparaten. In ihren Installationen, Fotografien und Videos dekuvriert sie Macht- und Kontrollmechanismen politischer Systeme und verweist auf die daraus resultierenden kollektiven und individuellen Erfahrungsprozesse. Die gefundenen und inszenierten Bilder werden zum Destillat einer kritischen Gesellschaftsanalyse, welche in kurz aufeinanderfolgenden Sequenzen die Abhängigkeiten und Repressionen des Individuums charakterisieren. mehr

Thomas Feuerstein

18. November 2012 bis 10. Februar 2013

Die subtile Verknüpfung wissenschaftlicher Faktizität und künstlerischer Fiktion charakterisiert Thomas Feuersteins (* 1968) Arbeiten, die die sprachlichen Konstruktionsbedingungen von Wirklichkeit thematisieren. Die Auseinandersetzung mit Sprache als geschriebener Text oder gesprochenes Wort liegt Feuersteins prozessualen Skulpturen zu Grunde, die künstlerische Transformationen materialisieren.  mehr