Remastered – Die Kunst der Aneignung

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Kunsthalle Krems Kunsthalle Krems

Im Winter 2017 widmet die Kunsthalle Krems dem Thema der künstlerischen Aneignung eine umfassende Gruppenausstellung. Es wird dabei bewusst auf Werke fokussiert, denen die symbolische oder physische Aneignung eines anderen Kunstwerkes zugrunde liegt. Dies mag vordergründig anachronistisch erscheinen, leben wir doch in einer Zeit des medialen Bildersturms, der jegliches visuelles Material auf dieselbe Bedeutungsebene nivelliert. Doch stellt gerade angesichts der schier grenzenlosen Möglichkeiten die Aneignung von Kunstwerken und damit eines vergleichsweise kleinen und noch dazu sehr aufgeladenen Segments der Bildproduktion spannende Fragen, die hinsichtlich der Integration von kunstfremdem Material nicht möglich wären. Gleich einem Brennglas ermöglicht sie eine verdichtete Betrachtung der diversen Aspekte der Aneignung und liefert so beredte wie aufschlussreiche Kommentare zum Kunstfeld und seinen Bezugssystemen. In einer Zusammenstellung von historischen Werken der Appropriation Art, aktuellen Positionen und teilweise noch nicht unter diesem Aspekt beleuchteten Arbeiten wird die Kunst der Aneignung in ihrer einzigartigen Vielschichtigkeit analysiert.

In der Ausstellung werden Werke von Enrico Baj, John Baldessari, Pierre Bismuth, Jake und Dinos Chapman, Mel Chin und GALA Committee, Anca Benera und Arnold Estefan, Gintaras Didžiapetris, Braco Dimitrijević, Marcel Duchamp, Luigi Ghirri, Rodney Graham, G.R.A.M., Aneta Grzeszykowska, William E. Jones, Herbert Hinteregger, Asger Jorn, Martin Kippenberger, Matthias Klos und Christian Wallner, Bertrand Lavier, Louise Lawler, Sherrie Levine, Kazimir Malevich (Pseud.), Simon Dybbroe Møller, Man Ray, Jonathan Monk, Klaus Mosettig, Ciprian Mureşan, Richard Pettibone, Lisl Ponger, Nada Prlja, Arnulf Rainer, Thomas Ruff, Misha Stroj, Sturtevant, Rosemarie Trockel, Gavin Turk und Martin Wöhrl zu sehen sein.

Kuratorin: Verena Gamper

In der Zentralen Halle der Kunsthalle Krems erweitert die Gastkuratorin Naoko Kaltschmidt die skizzierte Fragestellung künstlerischer Aneignung im Hinblick auf das Medium und Referenzsystem Film: Fragen nach Originalität, Autor/innenschaft und Kanonisierung werden durch die Differenz und den Wechsel des Bezugssystems noch einmal anders gestellt. Zugleich werden bildende Kunst und Film in ihren spezifischen Qualitäten als Bezugsfelder konturiert.

Präsentiert werden u.a. Arbeiten von Anna Artaker und Lilla Khoór, Joseph Cornell, Antje Ehmann und Harun Farocki, Morgan Fisher, Johann Lurf, Lydia Nsiah, Mathias Poledna, Nadim Vardag und Ming Wong.

Gastkuratorin: Naoko Kaltschmidt

Aneta Grzeszykowska, Untitled Film Stills #10, 2006, Courtesy of Raster gallery, Warsaw

Jonathan Monk, A Copy Of Deflated Sculpture No. 1, 2009/2014. Photo: Adam Reich, Courtesy the artist and Casey Kaplan, New York

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