Am 21.07.1969 verfolgen Millionen Menschen weltweit die Bilder an ihren Fernsehgeräten – ein Medienereignis, das eine ganze Generation geprägt hat. 2019 jährt sich die Mondlandung nun zum 50. Mal. Die Kunsthalle Krems nimmt das zum Anlass für eine Ausstellung zum Thema Mond.

Die Ausstellung Ticket to the Moon widmet sich künstlerischen Kommentaren zur Mondlandung und dem Mond als Symbol für menschliche Träume, Sehnsüchte und Spekulationen. Gezeigt werden Werke ab dem Wettlauf zum Mond in den 1950er-Jahren, direkte Reaktionen auf die Mondlandung ab 1969 sowie ganz aktuelle künstlerische Positionen auch jüngerer Künstler/innen. Die Ausstellung beginnt mit Hans Bischoffshausens Malerei Rückseite des Mondes (1960-61), setzt fort mit Robert Indianas kritische Reflexion über die Verstrickung der NASA mit dem nationalsozialistischen Wissenschaftler Wernher von Braun in Der Mond - Die Braunschaft (1969) und Robert Rauschenbergs grafischer Reaktion auf die Mondlandung Air Pocket (Stoned Moon) (1970). Der zentrale Fokus der Ausstellung liegt auf Arbeiten aktueller Künstler/innen wie Sonja Leimer, Wendelin Pressl, Nives Widauer, Larissa Leverenz und Andreas Werner. Stilistisch und theoretisch sehr unterschiedlich setzt sich die jüngere Generation mit dem Thema Mond auseinander. Die Positionen reichen von sensiblen Bearbeitungen von NASA Fotografien bis zu ironischen Äußerungen zur Technikgläubigkeit. Zum Teil werden Werke direkt für die Ausstellung geschaffen. Die Bandbreite zeitgenössischer künstlerischer Arbeiten bietet Anlass, darüber nachzudenken, warum auch 50 Jahre nach der Mondlandung das Thema immer noch (oder wieder) so aktuell scheint.

Die künstlerischen Positionen werden um einen historischen Dokumentationsbereich erweitert. Aus der Sammlung Peter Coeln werden Fotografien von der Mondlandung und dem Weg dahin, von Astronauten und Kosmonauten gezeigt. Das Naturhistorische Museum Wien unterstützt die Ausstellung mit einem Mondmeteoriten, das Technische Museum mit dem Modell des Sputnik. In einem partizipatorischen Bereich können Besucher/innen ihre Assoziationen und Erinnerungen zur Mondlandung einbringen. In eine Audiostation lässt sich in ein breites Spektrum von Musik zum Thema Mond eintauchen: von Beethovens Mondscheinsonate (1801) über Gus Backus‘ Der Mann im Mond (1961) bis zu Ticket to the Moon (1981) vom Electric Light Orchestra. Film-Trailer aus den letzten 50 Jahren machen Lust auf trashige bis poetische Science-Fiction-Filme von Stanely Kubricks 2001: A Space Odyssey (1968) bis Duncan Jones‘ Moon (2009). Das Kino im Kesselhaus zeigt in Kooperation mit der Kunsthalle Krems ein Filmprogramm zum Thema der Ausstellung. Auch das benachbarte Karikaturmuseum Krems zeigt ab März 2019 eine Ausstellung zum Thema Mondlandung. Die Ausstellung Wettlauf zum Mond! Die fantastische Welt der Science-Fiction im Karikaturmuseum Krems (24.02.–27.10.2019) und Ticket to the Moon in der Kunsthalle Krems (14.07. –03.11.2019) ergänzen sich. Der Katalog zur Ausstellung der Kunsthalle Krems erscheint in Kooperation mit dem Karikaturmuseum Krems.

Kurator: Andreas Hoffer

Künstler/innen der Ausstellung: Hans Bischoffshausen, Herbert Brandl, Aleksandra Cieślewicz, Robert Indiana, Dona Jalufka, Sonja Leimer, Larissa Leverenz, Mahony, Jonathan Meese, Aleksandra Mir, Nick Oberthaler, Wendelin Pressl, Robert Rauschenberg, Nicole Six und Paul Petritsch, Sebastian Speckmann, Andreas Werner, Nives Widauer.

Bildcredit: Alexandra Mir, First Woman on the Moon, 1999 (Film Still) Video, 14:08 Min, Farbe, Ton Courtesy die Künstlerin, Foto: Alexandra Mir

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